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Naturpark Komovi: Montengroes stille Bergwildnis

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Zwischen Gletscherseen, Hirtenpfaden und Legenden erschließt der Naturpark Komovi im Osten Montenegros mit der neuen Themenroute „Between Two Lakes – The Path of Mountains and Legends“ eine der unberührtesten Wanderregionen Europas. ©︎ AUZP

Der Naturpark Komovi im Osten Montenegros begeistert mit Gletscherseen und Hirtenpfaden ©︎ AUZP

Naturpark Komovi: Zwischen Gletscherseen, Hirtenpfaden und alten Legenden eröffnet eine neue Themenroute den Zugang zu einer der ursprünglichsten Berglandschaften Südosteuropas.

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Wer in Montenegro an Badebuchten, Yachthäfen und die Adriaküste denkt, ahnt kaum, dass nur wenige Stunden entfernt eine fast menschenleere Bergwelt beginnt. Zwischen schroffen Zweitausendern, glasklaren Gletscherseen und alten Hirtenpfaden liegt der Naturpark Komovi – eine Region, in der sich bis heute Legenden von Drachen, Bergfeen und verschwundenen Stämmen halten.

Genau diese Verbindung aus spektakulärer Natur und lebendigem Kulturerbe steht im Mittelpunkt der neuen Themenroute „Between Two Lakes – The Path of Mountains and Legends“. Sie entstand im Rahmen des EU-geförderten Interreg-Projekts „Mystical Danube“ und führt Wanderer durch eine Landschaft, die selbst viele Montenegro-Reisende bislang kaum kennen. Nur rund zwei Autostunden von der Hauptstadt Podgorica entfernt eröffnet sich im Naturpark Komovi eine Welt aus Hochweiden, Kalksteinformationen und abgelegenen Bergseen.

Der Naturpark Komovi positioniert sich mit der Route „Between Two Lakes – The Path of Mountains and Legends“ als entschleunigter Outdoor-Geheimtipp für Wanderer.©︎ AUZP
Der Naturpark Komovi positioniert sich mit der Route „Between Two Lakes – The Path of Mountains and Legends“ als entschleunigter Outdoor-Geheimtipp für Wanderer. ©︎ AUZP

Die 10,8 Kilometer lange Strecke verbindet den Bukumirsko- mit dem Rikavačko-See und schlängelt sich durch eine alpine Landschaft, die trotz ihrer rauen Schönheit bis heute weitgehend unbekannt ist. Statt überlaufener Wege bestimmen hier weite Bergplateaus, Kalksteinformationen und traditionelle Katuns – die saisonalen Bergsiedlungen der Hirtenfamilien – das Bild. Unterwegs treffen Wanderer auf Spuren jahrhundertealter Hirtenkultur, glaziale Seen und Erzählungen über Drachen, Bergfeen und verschwundene Stämme.

Montenegros ruhige Höhen

Während viele alpine Gegenden längst unter Massentourismus leiden, bewahrt der Naturpark Komovi eine selten gewordene Ruhe. Die Bergwelt im Osten Montenegros zählt 13 Gipfel mit mehr als 2.000 Metern Höhe, schroffe Felsmassive treffen auf sanfte Almwiesen sowie Buchen- und Kiefernwälder. Der Naturpark erstreckt sich über Teile der Region Podgorica sowie die Gemeinden Andrijevica und Kolašin und gehört zu den biodiversitätsreichsten Gebieten des Landes.

Die Bergwelt im Osten Montenegros zählt 13 Gipfel mit mehr als 2.000 Metern Höhe ©︎ AUZP
Die Bergwelt im Osten Montenegros zählt 13 Gipfel mit mehr als 2.000 Metern Höhe ©︎ AUZP

Adler ziehen über den Berghängen ihre Kreise, seltene Orchideen wachsen entlang der Wege und in den abgelegenen Waldgebieten leben Braunbären, Wölfe und Gämse. Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Landschaft rund um den Bukumirsko-See. Der Gletschersee liegt auf 1.443 Metern Höhe am Fuß des Žijovo-Massivs und schimmert je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Grüntönen. Über dem Wasser ragen steile Bergspitzen auf, während sich entlang der Ufer alte Hirtenpfade durch die Hochebene ziehen.

Wandern zwischen Mythos und Wirklichkeit

Die Themenroute „Between Two Lakes“ verbindet Naturerlebnis mit regionalen Mythen. Entlang des Weges erzählen Stationen von Legenden, historischen Überlieferungen und kulturellen Besonderheiten. Im Mittelpunkt stehen die Traditionen des Kuči-Stammes, der die Bergregion des Naturpark Komovi über Jahrhunderte prägte. So ranken sich rund um den Bukumirsko-See zahlreiche Legenden über Drachen, geheimnisvolle Seenwesen und verschwundene Gemeinschaften. Der See galt in der Überlieferung lange als magischer Ort zwischen den Welten. Bis heute erzählen Bewohner Geschichten über nächtliche Stimmen am Wasser und mystische Erscheinungen in den Bergen.

Katun-Kultur und authentisches Bergleben

Die traditionelle Katun-Kultur Montenegros prägt die Route maßgeblich. Die saisonalen Bergsiedlungen dienten Hirtenfamilien über Generationen hinweg als Sommerwohnsitze und gehören bis heute zur Kulturlandschaft. Während der Sommermonate leben einige Familien weiterhin dort, produzieren Käse und bewirtschaften Weiden. Besucher erleben dadurch eine Form des Berglebens, die in vielen Teilen Europas verschwunden ist. Kleine Unterkünfte, einfache Berghäuser und regionale Küche schaffen eine authentische Alternative zum klassischen Alpentourismus.

Traditionelle Katuns prägen bis heute die Hochlagen des Naturparks Komovi im Osten Montenegros. Die ehemaligen Bergsiedlungen der Hirtenfamilien liegen entlang der Themenroute "Between Two Lakes". ©︎ AUZP
Traditionelle Katuns prägen bis heute die Hochlagen des Naturparks Komovi im Osten Montenegros. Die ehemaligen Bergsiedlungen der Hirtenfamilien liegen entlang der Themenroute „Between Two Lakes“. ©︎ AUZP

 

Hidden Gem für Outdoor-Liebhaber

Der Naturpark Komovi spricht vor allem Wanderer, Naturfotografen, Ornithologen und Outdoor-Reisende an, die Landschaften abseits bekannter Routen suchen. Neben einfachen Panoramawegen führen anspruchsvollere Bergtouren auf Gipfel wie den Kučki Kom (2.487 Meter), Surdup oder Štitan. Auch die berühmte montenegrinische Fernwanderroute CT-1 verläuft dort und verbindet Komovi mit den Nationalparks Biogradska Gora und Durmitor.

Über das Projekt „Mystical Danube“.

Die Themenroute „Between Two Lakes – The Path of Mountains and Legends“ entstand im Rahmen des internationalen Projekts „Green and Mystical Danube Storytelling Route“. Das EU-geförderte Interreg-Projekt vereint Partner aus mehreren Donauländern, um, Natur- und Kulturerbe durch modernes Storytelling erlebbar zu machen und ländliche Räume nachhaltig zu stärken. Für Montenegro entwickelt die Agency for Protected Areas Management of Podgorica gemeinsam mit regionalen Partnern neue Erlebnisangebote im Naturpark Komovi. Die Route zwischen Bukumirsko- und Rikavačko-See bildet einen zentralen Bestandteil des Projekts: Sie verbindet Landschaft, lokale Legenden, traditionelle Lebensweisen und sanften Outdoor-Tourismus zu einem entschleunigten Reiseerlebnis. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Wanderroute selbst, sondern die bewusste Verbindung von Naturerlebnis, kultureller Identität und immateriellem Erbe. www.podgorica.travel

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